Bei der Nachbarschaftshilfe handelt es sich um eine temporäre Akuthilfe. Die Helfenden sind während dieser Tätigkeit über die Sammelversicherung für ehrenamtliche Engagierte abgesichert.
Leider ist aktuell keine Vermittlung mehr möglich. Oft findet man schnelle und unbürokratische Hilfe über die etablierten Online-Hilfebörsen.
Wir bedanken uns bei allen tatkräftigen Helfer*innen der vergangenen Jahre!
Pressemeldung (07.01.2026):
Die Hilfsbereitschaft der Flensburgerinnen und Flensburger ist riesig
– das ist kein Geheimnis. Das hat sich auch im Projekt
Nachbarschaftshilfe deutlich gezeigt. Dieses hat die Stadtverwaltung zu
Beginn der Corona-Zeit ins Leben gerufen, damit Menschen vulnerabler
Gruppen beispielsweise beim Einkaufen und anderen Angelegenheiten im
Alltag Unterstützung bekommen. Die Nachbarschaftshilfe konnte schnell
über 100 Helferinnen und Helfer akquirieren.
Auch nach der Pandemie wurde die Nachbarschaftshilfe weiterhin in
Anspruch genommen, denn nicht jeder Mensch kann auf Freunde und Familie
in der Nähe zurückgreifen. Ob den Hund spazieren führen, wenn der
Hundehalter sich ein Bein gebrochen hat, oder gemeinsam Möbel aufbauen,
wenn das Werkzeug und Know-How fehlen: In solchen Notfällen konnten
Hilfsbedürftige die Nummer wählen und Kontakt zu Menschen aus dem
Viertel aufnehmen, um mögliche Hilfe zu besprechen. Dabei handelte es
sich stets um temporäre Unterstützung.
Allerdings wurden die Anfragen zunehmend spezieller und konnten immer
weniger bedient werden. Deutlich zugenommen hatten Anfragen in
medizinischen Akutsituationen (zum Beispiel die Begleitung zu Ärzten
oder die Versorgung von Kindern im Rahmen medizinischer Eingriffe bei
den Eltern). Hier wurde zügig deutlich, dass diese Aufgaben nicht über
ein punktuelles ehrenamtliches Engagement abzudecken sind hinsichtlich
der erforderlichen Kompetenzen. Gleichzeitig hat die Zahl der
verfügbaren Ehrenamtlichen abgenommen, da auch für sie der Alltag wieder
eingekehrt ist.
Die Stadt hat deshalb den Entschluss gefasst, dass die coronabedingte
Nachbarschaftshilfe zum 31. März 2026 auslaufen soll. Bis zu diesem
Zeitpunkt werden laufende Vereinbarungen noch erfüllt. Neue Aufträge
werden hingegen ab sofort nicht mehr angenommen.
Die Stadt bedankt sich bei den zahlreichen Ehrenamtlichen, die ihre Hilfe angeboten haben, um schwierige Zeiten zu überbrücken.
Hilfesuchende haben in Zukunft die Möglichkeit, über andere
etablierte Hilfebörsen wie nebenan.de oder Kleinanzeigen ein Hilfegesuch
in der Nachbarschaft zu platzieren und kurzfristig Hilfe zu erhalten.

